Der siderische Erdentag (Sterntag)

Die Zeitspanne einer Rotation der Erde um ihre Achse im Verhältnis zum Fixsternhimmel. Der siderische Tag (Sterntag) ist etwa 4 Minuten kürzer als der mittlere Sonnentag (=Rotationsdauer im Verhältnis zur Sonne).
Ton: 194,71 Hz = G (a1 = 437,1 Hz / 440 Hz – 11,4 Cent)
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Tempo: 91,3 bpm
Farbe: rot-orange
Mondkulmination

Die Zeitspanne von einem Durchgang des Mondes durch den Süden bis zum nächsten. Der Mond geht jeden Tag durchschnittlich etwa 50 Minuten später auf als am jeweiligen Vortag. Die tägliche Verspätung summiert sich innerhalb eines (tropischen) Monats zu einem Tag zusammen.
Ton: 187,61 Hz = Fis (a1 = 446,2 Hz / 440 Hz + 24,2 cent)
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Tempo: 87,9 bpm
Farbe: rot
Der siderische Monat

Die Zeitspanne eines Mondumlaufs um die Erde, gemessen am Fixsternhimmel. Der siderische Monat ist etwa 2 1/4 Tage kürzer als ein synodischer Monat. Dies rührt vom scheinbaren Lauf der Sonne durch die Ekliptik her. Da die Sonne in einem Monat etwa ein Sternzeichen durchwandert, muss der Mond, um sie „einzuholen“, 13 Sternzeichen pro Monat durchlaufen
Ton: 227,43 Hz = Ais (a1 = 429,3 Hz / 440 Hz – 42,5 cent)
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Tempo: 106,6 bpm
Farbe: gelb (gelb)
Der metonische Zyklus des Mondes

Die Zeitspanne von ca. 19 Jahren, nach denen Sonne und Mond an gleichen Tagen gleiche Aspekte haben. Der Metonische Zyklus ist die Grundlage der kombinierten Sonne-Mond-Kalender.
Ton: 229,22 Hz = Ais (a1 = 432,7 Hz / 440 Hz – 28,9 cent)
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Tempo: 107,45 bpm
Farbe: gelb (gelb)
Die Sarosperiode des Mondes

Die Zeitspanne von ca. 18 Jahren und 10 Tagen, nach denen sich gleichartige Sonnen- und Mondfinsternisse bilden.
Ton: 241,56 Hz = H (a1 = 430,4 Hz / 440 Hz – 38,2 cent)
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Tempo: 113,2 bpm
Farbe: gelbgrün (gelbgrün)
Der Apsidenumlauf des Mondes

Die Dauer einer Drehung der Achse der Mondbahnellipse durch die Ekliptik. Die beiden Endpunkte der großen Achse heißen Perigäum (erdnächster Punkt der Mondbahn) und Apogäum (erdfernster Punkt der Mondbahn). Die Dauer einer solchen Drehung beträgt ca. 8,85 Jahre.
Ton: 246,04 Hz = H (a1 = 438,4 Hz / 440 Hz – 6,3 cent)
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Tempo: 115,3 bpm
Farbe: gelbgrün (gelbgrün)
Der Mondknoten

Die Dauer eines Umlaufes des Mondknoten durch die Ekliptik, ca. 18,6 Jahre. Die Mondknoten sind die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik. Durchwandert der Mond die Ekliptik von Süden nach Norden, dann geht er durch den aufsteigenden Mondknoten, den man auch Drachenkopf nennt, geht er von Norden nach Süden durch die Ekliptik, dann durchläuft er den absteigenden Mondknoten, der auch Drachenschwanz genannt wird.
Ton: 234,16 Hz = Ais (a1 = 442 Hz / 440 Hz + 8 cent)
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Tempo: 109,8 bpm
Farbe: gelb (gelb)
Texte aus „Die Töne der Kosmischen Oktave“ von Hans Cousto
Der Apsidenumlauf der Erde
Betrachtet man die Sonne als Beobachtungspunkt (heliozentrische Betrachtung), so beschreibt die Erde eine elliptische Bahn um die Sonne, wobei die Sonne in einem Brennpunkt dieser Ellipse liegt. So ist die Erde manchmal nahe an der Sonne (Perihel) und manchmal weiter weg von der Sonne (Aphel). Perihel und Aphel liegen an den Enden der großen Achse der Erdbahnellipse. Diese Linie dieser Achse wird auch Apsidenlinie genannt. Sie rotiert einmal in ca. 110 000 Jahre rund herum. (Hans Cousto: „Farbton Tonfarbe und die Kosmische Oktave“, Seite 19; hier als PDF)
Ein Zyklus von 110 000 Jahren ist 49 Oktaven höher ein Ton E mit einer Frequenz von 162,17 Hz.
Ton: ca. 162 Hz = E
Tempo: 152 bpm
Farbe: violett
Chiron
Chiron ist ein Kleinplanet, der zwischen Saturn und Uranus die Sonne mit einer Periode von rund 50 Jahren umrundet. Auf Basis neuer Beobachtungen aktualisiert die US-Raumfahrtbehörde NASA immer wieder die Daten seine Umlaufperiode. Änderungen dieser Daten führen zwangsläufig zu leicht veränderten Oktavtönen. Unsere erste Berechnung des oktavanalogen Chiron-Tones beruhte auf der Umlaufzeit von 18428 Tagen. Eine Weile später wurde die Periode mit 18405 Tagen angegeben, deren entsprechende Tonfrequenz 172,86 Hz hat. Die kürzlich durch die NASA im August 2023 aktualisierte Umlaufperiode von 18548 Tagen ergeben in der 38. Oktave 171,53 Hz. All diese leicht unterschiedlichen Töne liegen im Bereich der Musiknote F mit der oktavanalogen Lichtfarbe rotviolett.
Die zur Zeit (Anfang 2024) im Planetware-Onlineshop lieferbare Chiron-Stimmgabel hat 172,86 Hz.
Ton: ca. 172,86 Hz = F (a1 = 435,6 Hz / 440 Hz – 17,5 cent)
Tempo: 81 bpm
Farbe: rotviolett
Sonnensystem – Umrundung des Galaxiezentrum
Die Sonne und ihre Planeten umrunden das Zentrum der Milchstraße in rund 237 Millionen Jahren (Quelle: www.astronews.com). 60 Oktaven höher ergibt das eine Tonfrequenz von 154,15 Hz (DIS).
Ton: 154,15 Hz = Dis
Tempo: 144 bpm
Farbe: blauviolett
Sirius – Doppelstern Periode
Sirius ist ein Doppel-Stern im Sternbild Großer Hund und ca. 8,6 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt. Der Abstand von Sirius A und B ist ca. 20 AE (Astronomische Einheiten; also 20 mal die Entfernung Erde-Sonne). Die beiden Doppelsterne kreisen um einen gemeinsamen Schwerpunkt mit einer Periode von 50,052 Jahre (Quelle: Wikipedia). Die Frequenz ist 38 Oktaven höher ein F mit 174 Hz (gerundet).
Ton: ca. 174 Hz = F
Tempo: 81,6 bpm
Farbe: rotviolett
Venus-Passagen
Bei einer Venuspassage stehen die Sonne, die Venus und die Erde exakt in einer Linie. Dies ist ein sehr seltenes Ereignis, von dem es in einem Jahrhundert maximal zwei gibt, und zwar abwechselnd nach einem kurzen Abstand von acht und einem langen Abstand von über 100 Jahren. Der Abstand zwischen fünf Venuspassagen ist periodisch und beträgt etwa 243 Jahre und zwei Tage. Nach der Venuspassage am 6. Dezember 1882 fand im 20. Jahrhundert keine statt, sondern erst im 21. Jahrhundert wieder am 8. Juni 2004 und am 6. Juni 2012. Die darauf folgende ist dann am 11. Dezember 2117 zu beobachten. Eine Venuspassage ist deshalb tatsächlich ein astronomisches Jahrhundertereignis und aufgrund seiner Seltenheit ein die Beobachtung lohnendes Himmelsschauspiel.
Ausführliche Informationen über die Erscheinungsweise der Venus, ihre Rhythmen, die siderischen Umläufe von Erde und Venus, die synodische Venusperiode und die Venuspassagen, sowie die Oktavierung dieser Rhythmen in den Hör- und Sichtbereich und detaillierten Stimmdaten beschreibt Hans Cousto in dem PDF “ Der himmlische Tanz von Sonne und Venus aus irdischer Sicht – Grundlagen zur Vertonung der Venuserscheinungen im Allgemeinen und der Venuspassagen im Besonderem„
Venuspassage.pdf (19 Seiten, 216 KB)
Die Planetenkonstellationen bei den Passagen 2004 und 2012 hat das Star Sounds Orchestra live vertont. Informationen, Video und Musik bietet eine Webseite von Planetware Records zu finden; siehe
www.planetware-records.de/de/musik/3012_venus-transit.html
Die harmonische Trappist-1 Resonanzkette

Etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernt, im Sternbild Wassermann, befindet sich der kalte Zwergstern Trappist-1. Das System seiner sieben bekannten Exoplaneten fasziniert Astronomen weltweit. Alle Planeten umkreisen den Stern in einem extrem engen Bereich von maximal 9,7 Millionen Kilometern – zum Vergleich: Die Erde ist rund 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Einige dieser Planeten könnten wasserreich und damit potenziell bewohnbar sein.
Trotz der geringen Abstände sind die Planeten bislang nicht kollidiert. Der Grund liegt in ihren harmonikalen Umlaufverhältnissen: Sie stehen in einer sogenannten Bahnresonanzkette. Während der innerste Planet den Stern achtmal umrundet, tut dies der nächste fünfmal, der dritte dreimal und der vierte zweimal.
Eine Gruppe von Musikern und Astrophysikern in Nordamerika hat diese Resonanzverhältnisse in Musik übersetzt. Dabei nutzten sie die Töne, die auf dem willkürlich festgelegten Kammerton A = 440 Hz beruhen. Siehe:
https://www.system-sounds.com/trappist-sounds/
Für eine konsequentere musikalische Darstellung astronomischer Verhältnisse bietet sich das Oktavgesetz an, basierend auf dem Frequenzverhältnis 1:2. Ein Ton mit doppelter Frequenz gilt als Oktave und trägt denselben Namen wie der Grundton – zum Beispiel ist ein höheres C mit doppelter Frequenz ebenfalls ein C. Dieses einfache Verhältnis bildet die Grundlage nahezu aller Musikkulturen.
Tempo- und Tontabelle
Die folgende Tabelle zeigt die Umlaufperioden der TRAPPIST-1-Planeten (in Tagen) sowie deren Ableitungen in musikalische Tempi und Töne nach dem Oktavgesetz.

- TRAPPIST-1: Umlaufperioden der Planeten in Tagen (1 Tag = 86.400 Sekunden).
- TEMPO: Umrechnung der Perioden in Beats per Minute (bpm) in zwei Varianten:
- Musikalischer Bereich (60–120 bpm) mit entsprechender Oktavzahl.
- 19. Oktave der Umlaufperiode, um eine einheitliche Vergleichsbasis herzustellen.
- TÖNE: Umrechnung der Perioden in hörbare Tonfrequenzen:
- Frequenzen im Bereich 128–256 Hz mit zugehörigen Notennamen.
- 26. Oktave der Periodenfrequenzen für eine höhere Tonlage.
- Die beiden rechten Spalten zeigen:
- Die Frequenz des entsprechenden Kammertons a1 (bezogen auf jede Planetentonfrequenz).
- Die Abweichung in Cent vom Kammerton A = 440 Hz (zwischen −50 und +50 Cent).
Trappist-1 Farbnoten
Die Trappist-1 Farbnoten visualisieren die Umlaufperioden der Planeten als Längen- und Tonhöhenverhältnisse. Diese Darstellung macht die harmonikalen Beziehungen im Planetensystem unmittelbar erfahrbar – sowohl visuell als auch musikalisch.
Die Farbnoten werden von unten nach oben gelesen:

• Rechts stehen die hohen Töne, die schnellen Umläufe (kürzere Perioden).
• Links stehen die tiefen Töne, die langsamen Umläufe (längere Perioden).
Weitere Informationen zu Trappist-1:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trappist-1
https://www.scinexx.de/news/kosmos/trappist-1-planeten-koennten-wasserreich-sein/
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/exoplaneten-fahndung-nach-der-zweiten-erde-104.html
Gab es auch im jungen Sonnensystem eine Resonanzkette?
Laut dem Team um Shuo Huang von der Tsinghua-Universität in Peking könnten die Erde und ihre Nachbarplaneten im frühen Sonnensystem ebenfalls eine harmonische Resonanzkette gebildet haben – mit den Umlaufverhältnissen 2:3:4:6 um die Sonne.
https://www.scinexx.de/news/kosmos/begann-das-sonnensystem-in-perfekter-resonanz/
